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Wasserschloss
Tatenhausen
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Zeittafel

Die wichtigsten belegten Daten zur Geschichte von Tatenhausen. Wo die Quellen voneinander abweichen, ist das vermerkt.

Zeittafel zur Geschichte des Wasserschlosses Tatenhausen
Mittelalter und Hoberg
1. Hälfte 14. Jh.Befestigte Vorgängeranlage auf zwei Inseln; ihre Fundamente trägt das heutige Schloss.
1455Reinke Hobreg kauft Erben im Kirchspiel Werther.
1476Die Brüder Hinrick, Otte, Regneke und Bernd Hobergh verkaufen Erben im Kirchspiel Werther.
1491Erste Erwähnung des Besitzes: Ritter Bernd von Hoberg ist Herr von Tatenhausen.
Renaissance
1524Die Erbtochter Else von Hoberg heiratet Heinrich Korff genannt Schmising. Für den Übergang des Besitzes nennen andere Quellen 1525 oder 1543.
1540Beginn des Neubaus im Stil der Weserrenaissance; Wappentafel am Treppenturm.
1619Hofportal.
1666Ein Franziskaner wird Schlossgeistlicher.
Barock und Aufstieg
um 1671Zweiter Ostflügel mit Pavillonturm.
1683Erwerb eines Burgmannsguts in Nienborg.
1684Aufschwörung zur münsterschen Ritterschaft.
1687/88Erwerb von Gut Wittenstein im Kirchspiel Versmold.
4.9.1692Erhebung in den Reichsfreiherrenstand.
1696Weihe der katholischen Kirche in Stockkämpen.
1699Hofportal.
Anfang 18. Jh.Haupteingang, Terrasse und Westflügel im Barockstil.
1706–1721Erwerb weiterer Güter: Duderstadt, Grotenburg, Engsterstein, Bellering, Wieck und Masthof.
1711Caspar Heinrich Matthias vertritt das Hochstift Münster bei der Kaiserkrönung Karls VI.
um 1739/40Bau des Torhauses.
1742Franz Otto vertritt das Osnabrücker Domkapitel bei der Kaiserkrönung Karls VII.
1751Orangerie nach Entwurf von Johann Conrad Schlaun. Eine Quelle nennt „um 1738“.
Krise und Umbruch
14.6.1778Der Besitz wird in einen Fideikommiss eingebracht.
1785Clemens August Heinrich übernimmt die Güter, die vor dem Konkurs stehen, und rettet sie.
1799Die Mineralquelle wird aufgebohrt und beschrieben. Ihre Entdeckung wird auf 1720 oder um 1795 datiert.
1803Auflösung des Hochstifts Münster.
1807–1813Bokel gehört zum Königreich Westphalen.
1812–1816Der Dichter Friedrich Leopold zu Stolberg lebt in Tatenhausen. Eine Quelle nennt 1810–1813.
17.1.1816Erhebung in den preußischen Grafenstand.
1816Bildung des Kreises Halle; erster Landrat wird Franz von Korff genannt Schmising-Kerssenbrock.
Kurbad und 19. Jahrhundert
1819Beginn der Blütezeit des Kurbads.
1821Das hölzerne Badehaus brennt ab; Neubau in Stein.
18261.020 Kurgäste und 6.554 Bäder.
1828Über 5.000 Bäder; Kurgäste kommen auch „aus sehr entfernten Gegenden“.
1830Bau des Gesellschaftshauses, des heutigen Gasthofs Tatenhausen.
1842Erwerb von Gut Steinhausen.
1855–1875Klemens Graf von Korff genannt Schmising ist Landrat des Kreises Halle.
um 1860–1889Ende der Blütezeit des Kurbads; die Quellen nennen unterschiedliche Jahre.
1896–1911Klemens Graf von Korff genannt Schmising (der Jüngere) ist Landrat des Kreises Halle.
20. Jahrhundert bis heute
um 1904Maximilian von Korff-Schmising übernimmt Tatenhausen.
1995Durch Erbschaft geht Tatenhausen an die Familie Teuffel von Birkensee.
1997Eintragung der Schlossanlage und des Gasthofs in die Denkmalliste.
2002Eintragung des Alten Badehauses in die Denkmalliste.